HubSpot hat am 14.04.2026 die Customer Terms geändert und räumt sich aktuell ausdrücklich das Recht ein, bestimmte Kundendaten auch zur Entwicklung und zum Training eigener KI-Modelle zu verwenden. Das geht klar über eine reine Auftragsverarbeitung gem. Art. 28 DSGVO hinaus.
Entscheidend ist Ziffer 5.3.1 „Machine Learning and AI“. Danach darf HubSpot „Customer Data“ verwenden, um HubSpot-AI-Funktionen zu entwickeln, zu unterstützen und zu verbessern sowie eigene KI-Modelle zu trainieren. Problematisch an dieser Stelle ist, das eine Transparenz fehlt, welche Daten genau für welchen Zweck verwendet werden.
HubSpot erläutert inzwischen ausdrücklich, dass manche Modelle mit Daten aus mehreren Kunden-Accounts trainiert werden, etwa für E-Mail-Segmentierung, Spam-Erkennung oder Abschlusswahrscheinlichkeiten. Hierfür fehlt jegliche Rechtsgrundlage. HubSpot sagt allerdings, dass die daraus entstehenden Modelle einzelne Kundendaten nicht enthalten oder reproduzieren sollen. Ein schwacher Trost, angesicht der mangelnden Tranzparenz.
!!! Wichtig !!!: Es gibt ein Opt-out.
Super-Admins können unter den AI-Einstellungen das „AI Model Training“ deaktivieren. Dies sollte unbedingt kontrolliert werden. Nach dem „Opt-out“ werden dann keine Kundendaten des Accounts mehr für das Training eigener HubSpot-Modelle verwendet (lt. HubSpot). Bereits für ein Training verwendete Daten können laut HubSpot allerdings nicht nachträglich aus den trainierten Modellen entfernt werden.
Daneben gibt es noch einen zweiten Punkt: Daten, die über den HubSpot Tracking Code erhoben werden, dass können IP-Adressen und andere Online-Identifier sein, darf HubSpot laut Ziffer 5.3.2 unter anderem verwenden, um seinen „commercial dataset“ sowie die Subscription Services zu erweitern, zu verbessern und weiterzuentwickeln. Dies ist vom AI-Training zu unterscheiden und hat eigene Opt-out-/Controller-to-Controller-Regelungen.

